Australische Minengesellschaft führt autonome Trucks ein

Der australische Minengigant „Rio Tinto“ setzt im Abbaugebiet Pilbara nun autonome, also Fahrer-lose, Trucks ein, um rund um die Uhr Eisenerz und andere Materialen zu transportieren.

Nach Abschluss des Roll Outs sind nun insgesamt 69 der sieben Meter hohen Monster unterwegs, und laut Rio Tinto erhöhen sie nicht nur die Effizienz und senken die Produktionskosten, sondern leisten auch einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit auf dem Gelände.

2015-10-30 Minentruck

Nach einem Bericht in den Financial Times spricht das Unternehmen von „nachweisbaren Vorteilen“: Rund 20 Millionen Tonnen würden nun von autonomen Trucks jährlich transportiert, was eine Menge Arbeitsstunden einspare und somit nicht zuletzt auch den Einsatz von Mitarbeitern am ungesund heißen Minenstandort reduziert. Laut Dr Carla Boehl von der Curtin University fallen zwar vor Ort Arbeitsplätze weg, stattdessen werden jedoch im Bereich Steuerung, Kommunikation und Datenanalyse neue Mitarbeiter an anderer Stelle eingestellt.

Andrew Harding, Chef des Erzabbaus: „Unsere autonome Flotte übertrifft die bemannte Version um durchschnittlich 12%, bezogen auf die benötigten Pausen, Abwesenheits- und Kranktheits-Fälle und Schichtwechsel.“

Kontrolliert werden die Trucks – 69 Stück entsprechen übrigens ca. einem Fünftel der gesamten Flotte – von Mitarbeitern im Kontrollzentrum im 1.200 km entfernen Perth. Ob man angesichts dieser technischen Wunder nun Verzückung gerät sich beim Gedanken an Heerscharen von hunderte Tonnen schweren Roboter-Trucks eher gruselt, das bleibt jedem selbst überlassen. 😉

 

Diskussion: http://forum.buschtaxi.org/australische-minengesellschaft-fuhrt-autonome-trucks-ein-t53460.html

 

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