Der „Million-Mile Tundra“

Welchen Restwert hat ein Toyota Tundra mit einer Million Meilen auf dem Tacho? Victor Sheppard aus Houma/Louisiana und Toyota USA wurden sich da unlängst recht schnell einig: Alten Tundra gegen neuen Tundra. Denn was sich aus einem nur neun Jahre alten Langläufer mit weiter über einer Million Meilen lernen lässt, ist schlicht unbezahlbar.

Victor Sheppard hatte sich den Tundra 2007 bei „Greg Leblanc Toyota“ in Houma gekauft und damit eines der ersten Fahrzeuge erworben, die komplett bei Toyota Motor Manufacturing in San Antonio, Texas gebaut wurden. Sheppard fuhr Langstrecken von Louisiana nach North Dakota, Wyoming und Viginia, und so spulte er durchschnittlich satte 125.000 Meilen jährlich ab. Außer der üblichen Wartung gab es keine Arbeiten und keine Probleme: Der Tundra ist, wenn man von ein paar kleinen Gebrauchs-Blessuren absieht, immer noch im Auslieferungszustand. Eine solche Laufleistung bedeutet auch, die üblichen Wartungsintervalle in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum zu absolvieren: Im Laufe der neun Jahre gab es 177 Servicetermine für die üblichen Arbeiten wie Öl- oder Zahnriemenwechsel.

„Mein Truck sieht großartig aus. Und abgesehen von ein paar kleinen Beulen ist er fast wie neu“, meint Sheppard. „Sogar die Sitze wirken wie am ersten Tag. Nun ja, sie sind natürlich nicht ganz so sauber, aber dafür weder durchgesessen noch kaputt.“

Toyota selbst ist vor allem daran interessiert, zu erfahren, wie sich die Komponenten unter dem Blechkleid im Laufe der Jahre geschlagen haben: Als eines der ersten aus dem Werk in San Antonio ist dieses Exemplar für die Ingenieure eine wahre Fundgrube und sehr aufschlussreich sowohl für die Qualitätskontrolle als auch für zukünftige Entwicklungen. „Einen Truck mit dieser Laufleistung und in diesem makellosen Zustand in die Hände zu bekommen ist eine wahre Seltenheit“, sagt Toyotas Chief Truck Engineer Mike Sweers. „Unser Team wird den Tundra Teil für Teil, Schraube für Schraube zerlegen.“ Dafür wird sich das Team einige Monate Zeit lassen, um jedes Teil auf Verschleiß und Zusammenspiel mit anderen Komponenten zu prüfen.

Sheppard indes ist glücklich: Er absolviert seine Fahrten zukünftig in einem 2016er Tundra. Der, passenderweise, ist gleichzeitig sein 16. Toyota. Das spricht für ein gewisses Grundvertrauen in Produkt und Marke…

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