J4/J5 Meeting Alsace 2012: Bericht & Bilder

Nachfolgender Bericht über das 2te J4/J5-Treffen in Boofzheim erschien im August 2012 im Magazin „OFF ROAD„. Das ist nun wahrlich lange genug her, sodass ich Text und Bilder nun auch guten Gewissens hier ins Buschtaxi stellen kann. 🙂

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2. J4/J5 Meeting Elsass
Seltene Cruiser auf einem seltenen Event

Vorfreude ist ein herrliches Gefühl, die Wartezeit verkürzt sie jedoch bekanntermaßen nicht wirklich. Ganze zwei Jahre konnten sich die Fans toyotalen Altmetalls in ungezügelter Vorfreude üben, seit sie im Sommer 2010 dem ersten „J4/J5 Meeting“ im Elsass beiwohnen durften. Dany und Marcel, das elsässisch-badische Organisationsduo, hatten uns diese Wartezeit verordnet: Ganz nach ihrem Prinzip, nicht allzu viel Aufhebens zu machen, hatten sie so einem ohnehin besonderen Event noch die Seltenheits-Krone aufgesetzt.

Und es war auch dieses Mal ein sehr feines, gemütliches und gelungenes Treffen rund um die alten Land-Cruiser-Baureihen. Aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg waren sie angereist, die „Cruiser Heads“, und hatten sich auf dem gemütlichen Campingplatz im elsässischen Boofzheim einquartiert. Von Freitag bis Sonntag ging es um nichts anderes als um betagtes Blech und solide Technik, um Restaurationen, Ersatzteile und Erlebnisse, um alles also fernab von Steuerungselektronik und unnötigem modernen Schnickschnack. Weitere Abwechslung war da gar nicht vonnöten, es reichte schon der Gang durch die Reihen und das sofortige herzliche „Hallo!“ mit anschließender Plauderei, sobald man sich dem nächsten Teilnehmer näherte. Wer dennoch ein wenig Zerstreuung suchte, fand sie sofort: Im nahegelegenen Offroad-Gelände konnten die Toyos artgerecht bewegt werden, und bei der geführten Ausfahrt zeigte sich das Elsass von seiner schönsten Seite. Der Samstag Abend wurde gemeinsam beim „Flammekueche“-Essen verbracht, für das der ortsansässige Motocross-Verein mit viel Humor und Engagement alle Hebel und Öfen in Bewegung setzte, und schlussendlich, vor dem einsetzenden Wolkenbruch, von einem Feuerwerk gekrönt. Den sonntäglichen Abschluss bildete bei vielen Teilnehmern, wie schon beim letzten Treffen, der Spaziergang über den Boofzheimer Flohmarkt. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Das liebliche Elsass eignet sich geradezu perfekt für ein solches urgemütliches Treffen!

Professionelle Händler waren dieses Jahr mit Allrad KEBA, Teseven und Euro4x4Parts leider nur wenige anwesend, die meisten waren wohl noch mit den Nachbereitungen der eine Woche zuvor zuende gegangenen „Abenteuer & Allrad“ in Bad Kissingen beschäftigt. Dafür gab es hier und dort einen privaten Teilemarkt – und ein Weinbauer aus der Gegend hatte sogar eine eigene Sonderabfüllung für das Treffen mitgebracht, die Gerüchten zufolge vor allem von Organisator Dany aufgekauft wurde.

„Stars“ gab es hingegen einige in Boofzheim: Der verlängerte Doppelkabiner-Pick-up aus Holland, der völlig derangierte Arbeits-BJ40 des Campingplatz-Besitzers, das ehemalige Dakar-Fahrzeug des französischen Journalisten, die neu aufgebauten voll-GfK-Cruiser, der mit unfassbarem Blechgefühl halb aus Messing gedengelte 40er, die vollrestaurierten Schmuckstücke, die seltenen 43er und 46er…genau genommen gab es ca. 110 besondere Land Cruiser, denn genau so viele standen laut Marcel insgesamt auf dem Platz. Der unangefochtene König unter den Edelblechen war jedoch ohne Frage der FJ45lv, den Land-Cruiser-Fanatiker Heity er erst vor ein paar Tagen aus dem Container geholt und mangels durchgehendem Bodenblech auf dem Anhänger ins Elsass geschafft hatte. Mit diesem bis vor kurzem noch täglich durch Costa Rica bewegten Urahn des heutigen Land Cruiser 200 waren auf einen Schlag ganze 20% der in Europa vorhandenen Station-Wagon-Vorgänger vertreten. Wenn das keine beeindruckende Zahl ist!

Nach diesem Maßstab beinahe schon inflationär vertreten waren hingegen die „Eisenschweine“ der Baureihe J5, von denen gleich fünf dem Platz einen barocken Glanz verliehen, was allerdings auch schon geschätzte 10% der gesamt fahrfähigen J5 in Europa darstellt. Unter ihnen auch das ehemalige (und noch immer täglich bewegte) Fahrzeug des Baron Rothschild, der sich seinerzeit immer dann hinter das Volant setzte, wenn er sein Chalet in den Alpen anzusteuern gedachte.

Dany, Marcel und all die Helfer vor Ort und im Hintergrund: Danke für ein wunderbares Treffen, wir freuen uns auf 2014!

Text und Fotos: Alexander Wohlfarth, Buschtaxi.net


 

Diskussion: http://forum.buschtaxi.org/j4-j5-meeting-alsace-2012-bericht-bilder-t45790.html

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