J7 Permanent-Allrad / 70 Series full time 4wd by Nestle

Ein Land Cruiser J7 mit V6-Benziner ist ja an sich schon ein Fahrzeug, dessen Grundkonzept einem perfekten Kompromiss recht nahe kommt: Ein Geländewagen von echtem Schrot und Korn mit ausreichend komfortabler Ausstattung, bärigem V6-Benziner und einer zeitlos-modernen Optik. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den kurzen GRJ71, den mittellangen Fünftürer GRJ76, das klassische „Buschtaxi“ GRJ78 oder den Pick-up GRJ79 handelt.

Aber natürlich lässt sich auch das noch verbessern, Lobhudelei hin oder her. Und genau das hat Nestle in Dornstetten jetzt gemacht, indem sie dem J7 die Umrüstung auf permanenten Allradantrieb spendierten.

Ich hatte gestern die Chance, einen so umgerüsteten GRJ76 zu fahren. Äußerlich unterscheidet er sich natürlich nicht vom zugeschalteten Bruder, und auch innen sieht man den Unterschied nur bei genauer Betrachtung des kleinen Zusatzknopfes: Das ist der Hebel für die Sperrung des ergänzten Zentraldifferentiales.

In Bewegung zeigt sich der Vorteil des permanenten Allradantriebs sofort und unmittelbar durch eine veränderte Fahrdynamik: Man merkt beim beherzten Anfahren deutlich, dass eben nicht mehr nur über die Hinterachse angeschoben, sondern zur Hälter auch von der Vorderachse gezogen wird. Die Kraft wird grundsätzlich und immer 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, und das ergibt tatsächlich ein völlig anderes Fahrgefühl. Vor allem beim Beschleunigen aus Kurven heraus ist das überhaupt kein Vergleich zur rein heckgetriebenen Variante. Natürlich neigt der permanent-J7 jetzt massiv zum Untersteuern, allerdings sehr gutmütig und vorhersehbar, was vor allem in Autobahnauffahrten für solides Handling sorgt. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Der V6-Benziner schiebt mit seinen 235 PS und 362 Nm schon mächtig an. Da kann, im Gegensatz zum dieselnden Bruder HZJ, ein beherzter Tritt aufs Pedal schonmal spontan den Blickwinkel verändern.

Bei der untersetzten Fahrt im Gelände spielt das Mitteldifferential dann so richtig seine Vorteile aus, da es im wahrsten Sinne des Wortes ein völlig unverspanntes Vorankommen ermöglicht. Gleiches gilt für Rangierfahrten mit dem Anhänger: Butterweich und ohne jede Verspannung lässt sich die schwere Fuhre dirigieren, ob auf dem engen Parkplatz oder in Alpenpass-Spitzkehren. Das ergänzte Mitteldifferential ist natürlich für den Fall der Fälle auch zu 100% sperrbar, und zwar unabhängig von der eingelegten Untersetzung: Der Schalter verbirgt sich hinter dem Schalthebel und wird eben tatsächlich nur bei Bedarf aktiviert und nicht wie sonst üblich zwangsweise.

Mit anderen Worten: Der Umbau auf permanenten Allradantrieb macht aus einem sehr guten Fahrzeug ein noch besseres. Und natürlich gilt das analog für GRJ71, GRJ76, GRJ78 und GRJ79. Einen Umbau für die dieselnde Verwandtschaft HZJ bietet Nestle nicht an.

Preislich liegt diese Umrüstung beim J7 etwas höher als beim Hilux: Während hier 3.690,00 Euro veranschlag werden, liegt der Umbau beim J7 bei 4.300,00 Euro, jeweils inkl. Teilen, Umbau und MwSt.

Kontakt:

Autohaus Nestle GmbH
Gottlieb-Daimler-Straße 5
D-72280 Dornstetten

Telefon 07443 9677-0
Telefax 07443 9677-22

e-Mail info@toyota-nestle.de
http://www.offroad-nestle.de/

 

Diskussion: http://forum.buschtaxi.org/j7-permanent-allrad-70-series-full-time-4wd-t50027.html

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