Kein Ende für den J7 in Sicht

“Was soll denn danach noch kommen?”, fragt man sich bisweilen bang, wenn man über Toyotas Arbeitstier, die legendäre “70 Series” nachdenkt. Ein Fahrzeug, das konzeptuell ohnehin schon nahe der Perfektion zu sein scheint und zudem seit dem Launch im Herbst 1984 stetig weiterentwickelt wird. Der J7 wird genau dann dem Markt und seinen Bedürfnissen angepasst, wenn es nötig ist. Als z.B. der australische Minengigant BHP Billiton z.B. ankündigte, die Mindestanforderung an Flottenfahrzeuge auf „ANCAP 5“ (eine Einstufung des „Australasian New Car Assessment Program“) zu erhöhen, reagierte Toyota und präsentierte nach vier Jahren Entwicklung eine adäquate Lösung.

Also…was soll denn danach noch kommen? Warum sollte man dieses so perfekt an seinen Einsatzzweck angepasste Fahrzeug überhaupt ersetzen?

Wie gut, dass Toyota das ähnlich sieht: Regelmäßig vernimmt man beruhigende Töne aus Fernost, die den Nutzern weltweit ein entspanntes “Der J7 bleibt Euch noch lange erhalten” zuraunen. Natürlich selten direkt, sondern zumeist über (geplant oder ungeplant) offenherzige Repräsentanten. Und das zumeist Down Under. Kein Wunder, ist das doch einer der bedeutendsten Märkte.

Aktuell kommt der Balsam für die Seele vom australischen Vertriebs- und Marketing-Chef Sean Hanley, der gegenüber motoring.com.au erklärte, es gebe “keine Pläne” für einen Stopp der 70 Series, kein “Enddatum”. “Ich kann Ihnen verraten, dass es meines Wissens nach keine Planungen gibt, den Land Cruiser [70] einzustellen”. Wohl aber, lässt er verlauten, bestünde die Möglichkeit, dass der 4,5 Liter große V8-Turbodiesel aus dem Programm fällt.

Hanley weiter: “Ich kann Land Cruiser-Besitzern versichern – Landwirten, Gewerbetreibenden, Bergbau-, Bau- und Industriebetrieben im Allgemeinen, privaten Käufern sowie Männern und Frauen in Australien -, dass Toyota unabhängig von der Gesetzgebung eine Lösung für die Zukunft finden wird. Diese Lösung wird einen Wechsel des Antriebsstrangs zur Folge haben, vielleicht nicht einen Wechsel des Autos, sondern einen Wechsel des Antriebsstrangs.”

Und jetzt wird’s interessant: “Wobei wir sehr realistisch sind: Wenn Sie innerhalb der nächsten fünf bis dreißig Jahren einen Hybriden, einen Plug-in-Hybriden, Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb wollen, dann muss dieser Antrieb leistungsfähig sein und den Bedürfnissen unserer vielfältigen Kundengruppe gerecht werden.”

Und er unterstreicht Toyotas Realismus bezüglich der Marktanforderungen: “Die 70 Series wird sich verändern müssen, natürlich. Aber muss das heißen, dass sie weniger leistungsfähig wird als heute? Nicht unbedingt, sie wird nur anders.”

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