KONI: frequenzabhängige Dämpfung bald auch im HT RAID

Der Dämpferhersteller KONI bringt die frequenzabhängige Dämpfung bald auch im Offroad-Dämpfer „Heavy Track RAID“. Das wurde mir am Freitag auf der Essen Motor Show von einem KONI-Sprecher bestätigt.

„Heavy Track“ und „Heavy Track RAID“ sind bekanntermaßen recht robuste Dämpfer für den Offroad-Einsatz, beide mit großzügig dimensioniertem Außenrohr, um auch bei mechanischer Einwirkung auf den Dämpfer unbeschadet und ohne Leck zu überleben. In der Zugstufe härteverstellbar sind sie beide, der RAID ist zusätzlich mit verstärkten Aufhängungen ausgerüstet, hat für den besseren Wärmeaustausch eine größere Ölmenge an Bord und einen hydraulischen Endanschlag.

Eine Dämpfer-Fahrwerk-Abstimmung ist bekanntermaßen immer ein Kompromiss: Die bessere Straßenlage bzw. in „unserem“ Fall die höhere Zuladung (sprich: Ein härteres System) geht immer zu Lasten des Komforts – und umgekehrt. Was wählt man also…weich oder hart?

In modernen Fahrzeugen werden diese Werte je nach vorliegender Straßenlage adaptiert, zumeist mit komplizierter Elektronik, die den hohen Mess- und Regelaufwand schultert. Dass es auch einfacher und sogar rein mechanisch geht, zeigt KONI mit „FSD“, der „Frequency Selective Damping“-Technologie.

Herzstück von FSD ist eine Ergänzung direkt im hydraulischen Ventilsystem des Stoßdämpfers, das die aktuell notwendige Dämpfkraft automatisch in relation zur Bewegungsfrequenz des Fahrzeugs anpasst. Sprich: Das Ventilsystem erkennt beim ein- oder austauchen anhand der spezifischen Bewegungsmuster, ob das Rad gerade auf Schlaglöchern unterwegs ist (ob der Dämpfer also weich reagieren sollte) oder ob es einfach nur um sportlich gefahrene Kurven geht (in denen eine harte Abstimmung von Vorteil ist). Das Fahrwerk passt sich also automatisch den Straßenverhältnissen und der Fahrweise an, und das ganz ohne Kabel, Sensoren oder andere elektronischen Firlefanz.

Nachdem FSD bislang den on-road-Dämpfern vorbehalten war, kündigt KONI nun also die Ausweitung auf den off-road-Bereich an. Ich habe die Heavy Tracks im Buschtaxi, in Kombination mit den Heijstee-Parabelfedern, und ich bin bislang sehr zufrieden damit. Nichts desto trotz würde mich der Unterschied zum normalen RAID und dann zum FSD-RAID brennend interessieren. Speziell bei letzterem dürfte sich, wenn FSD hält was es verspricht, bei Pistenfahrten ein deutlicher Unterschied zeigen.

 

Diskussion: http://forum.buschtaxi.org/post665081.html

 

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