RosMashina startet mit Raupenantrieb-Serienfertigung

Das russische Unternehmen RosMashina (РосМашина), eine Holding im Bereich Wissenschaft und Industrie, bereitet wohl gerade die Serienfertigung extremer Offroar-Fahrzeuge für den russischen Markt. Im ersten Schritt sollen bestehende Modelle an die in den russischen Weiten vorherrschenden extremen Bedingungen angepasst werden, in einem zweiten Schritt soll per CKD-Montage („Completely Knocked Down“ – also der Import von Einzelteilen und halbfertigen Elementen und die Montage vor Ort), ab 2018 soll dann in der endgültigen Ausbaustufe ein komplett selbst entwickeltes Fahrzeug auf den Markt kommen. Das bestätigte CEO Peter O. Vyalykh in einem Gespräch mit der russischen Website Kolesa.

Diese Eigenentwicklung soll unter anderem mit einem neu entwickelten Allradsystem ausgestattet sein. Details dazu sind noch unter Verschluss.

Vyalykh hat dabei nicht nur das ehrgeizige Ziel, ab 2020 ganze 1.000.000 Fahrzeuge in seinem Unternehmen zu produzieren, sondern prophezeit auch, mit seinen Produkten alle konventionellen Antriebsarten zu ersetzen. Die Philosophie dahinter ist die dunkle Voraussage, dass es in ein paar Jahren kein funktionierendes Straßennetz mehr in Russland geben wird und nur noch „vereinzelte Teile von Asphalt und Schmutz“ vorhanden sein würden.

Einstweilen hat man erst einmal bestehende Fahrzeuge mit Raupenantrieb ausgestattet. Der knackigste Umbau ist wohl der Land Cruiser 200, der unter anderem auch mit TRD-Zubehör ausgestattet wurde und sich mit leichter Panzerung („Als Anpassung an die russische Wirklichkeit“) an wohlhabende Interessenten richtet:

Laut Vyalykh gab und gibt es in Russland schon immer ein großes Interesse an solchen Antrieben, bislang jedoch eher als DIY-Lösung oder mit Import-Zubehör. Dem möchte RosMashina nun mit Serienfertigung entgegentreten. Der Kassenschlager soll dabei der Lada Vesta Wilde werden, sozusagen der VW Käfer der Raupenfahrzeuge.

Vorerst startet RosMashina ein Projekt mit der russischen Straßenbaubehörde in Skolkovo: Auf einem definierten Teilstück der Fernverkehrsstraße soll spezieller Nano-Schmutz ausgelegt werden, der mit konventionellen Antrieben nicht mehr befahrbar ist und somit den Bedarf an der neuen RosMashina-Entwicklung fördert.

Und auch die nächste Ausbaustufe ist bereits in Planung: Unter Berücksichtigung der russischen Straßenverhältnisse, die sich laut Vyalykh ja jeder auf Youtube anschauen könne, wäre eine Bestückung der Fahrzeuge mit Maschinengewehren auch kein Problem.

 

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