Auto polieren – die Kur für den Lack

Auto polieren – die Kur für den Lack

Das Auto ist für viele ein unverzichtbares Mitglied der Familie. Als ein solches muss es natürlich auch gehegt und gepflegt werden. So holt der passionierte Autobesitzer samstags des öfteren den Staubsauger oder den Schwamm heraus – die Profis unter ihnen auch Poliermaschinen fürs Auto – um sich für ein paar Stunden um sein liebstes Fahrzeug zu kümmern.

 

 

Warum ist eine Autopolitur wichtig?

Von Zeit zu Zeit steht eine etwas gründlichere Reinigung an, um dem Lack eine Kur zu gönnen. Ist dieser angegriffen, können Feuchtigkeit und Verschmutzungen das Metall darunter zum Rosten bringen. Denn der Straßenverkehr und die Witterung setzen dem Wagen zu. Zusätzlich zu dem Staub, Schmutz und Schlamm sind da auch noch die Insektenleichen, die überall kleben. Wenn das Auto kleinere Kratzer hat, ist Polieren eine gute Lösung. Anstatt aufs Geratewohl loszulegen, weiß der Kenner, dass es einiges zu beachten gibt:
– der richtige Zeitpunkt
– die richtige Vorbereitung
– den Lack ausbessern
– das Auto polieren
– die Versiegelung auftragen

 

Der richtige Zeitpunkt

Am besten nutzt man trockenes Wetter mit mittleren Temperaturen. Bei Kälte kann die Politur nicht richtig austrocknen und es entstehen Schlieren. Bei Hitze würde die Politur zu schnell in den Lack einziehen, antrocknen und Streifen bilden. Wichtig ist, nicht in der prallen Sonne zu arbeiten. Das Auto im Frühling zu polieren hat zudem den Vorteil, dass nicht so viele hartnäckige Insektenreste die Arbeit erschweren.

 

Die richtige Vorbereitung

Bevor es daran geht, richtig das Auto zu polieren, muss es zunächst gründlich gereinigt werden. Alles, was sich auf der Oberfläche des Wagens angesammelt hat, seien es Pollen, Staubpartikel oder Insektenverschmutzungen, sollten so weit wie möglich entfernt werden. Wenn man dafür eine Waschanlage aufsuchen, sollte man darauf achten, dass sie bürstenlos ist und möglichst über Textilstreifen verfügt. Ansonsten drohen unter Umständen Kratzer. Auf eine Heißwachsbehandlung sollte man verzichten. Auch wenn eine solche normalerweise vorteilhaft wirken kann, würde sie die spätere Autopolitur beeinträchtigen.

 

Den Lack ausbessern

Vor dem Polieren unbedingt den Istzustand des Autos inspizieren. Vor allem Steinschlag setzt der Hülle zu – insbesondere im vorderen Bereich des Wagens. Womöglich vorhandene Kratzer sollte man vor der Autopolitur ausbessern. Dazu eignen sich Lackreparatur-Sets, die im Handel erhältlich sind. Grundsätzlich ist es ratsam, Lackschäden immer schnell auszubessern, da der Faktor Zeit hier fatal wirken kann. Ist erst einmal der Rost da, wird die Reparatur gleich teurer. Bei der Politur selbst können nur leichtere Kratzer ausgeebnet werden.

 

Das Auto polieren

Vor der Autopolitur empfiehlt es sich, Kunststoffteile vorbeugend mit einem Pflegemittel zu behandeln, damit eventuelle Politurreste später einfach entfernt werden können. Scheinwerfer, Scheiben etc. sollten abgeklebt werden. Die Politur kann entweder von Hand oder mit einer Poliermaschine vorgenommen werden. Für die Hand-Variante benötigt man lediglich die Politur, einen speziellen Schwamm und ein Microfasertuch. Mit dem Schwamm wird das Mittel gleichmäßig auf den Lack aufgetragen und nach einer Einwirkungsphase mit dem Tuch abpoliert. Wem das zu anstrengend ist, der greift zur Poliermaschine. Allerdings bieten sich den Anfängern hier viele Schwierigkeiten. Durch falschen Gebrauch kann das Ergebnis getrübt werden und sogar schwerwiegende Kratzer können entstehen, die nur durch eine Neulackierung ausgebessert werden können.

 

Die Versiegelung auftragen

Die beiden Dinge gehören zusammen: Auto polieren und versiegeln. Denn erst mit der Wachsversiegelung sorgt man dafür, dass der frisch polierte Wagen diesen neuen Glanz auch etwas länger behält und nachhaltiger vor äußeren Einflüssen geschützt bleibt.

 

Fehler bei der Autopolitur

Der Einsatz falscher Polituren und Fehler beim Polieren können zu Schäden am Lack führen, zum Beispiel zu sogenannten Hologrammen, also Schlieren oder runden Spiegelungen. Anfänger sollten daher nicht sofort zu einer professionellen Poliermaschine greifen, sondern zunächst das Polieren von Hand üben. Beschädigungen des Lacks riskiert man, wenn
– man zu grobe Politur verwendet
– man zu große Flächen auf einmal behandelt
– zu großen Druck ausübt
– sich Verunreinigungen auf dem Lack, dem Polierschwamm oder Tuch befinden
– man mit einer Poliermaschine zu lange auf einer Stelle arbeitet

 

Fazit – Eine Autopolitur tut dem Wagen gut

Ein gut gepflegter Lack ist nicht nur für die Optik des Autos wichtig, sondern auch für seinen Werterhalt und den Preis beim Verkauf. Wie oft man diese vornimmt, hängt davon ab, wie intensiv ein Auto beansprucht wird, ob es über Nacht im Freien oder in einer (Tief-)Garage parkt, vom Lacktyp und wie alt es ist. Als Faustregel gilt: eine Autopolitur nicht mehr als zweimal jährlich.

Print Friendly, PDF & Email

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Follow this blog

Get a weekly email of all new posts.