Die Isolierbox als Ergänzung zur Kühlbox – ergibt das Sinn?

Wer länger unterwegs ist, kennt das Spiel: Vor der Abfahrt wird die gute Engel (oder eine andere ordentliche Kühlbox) sorgfältig eingeräumt, alles hat seinen Platz und schaut total sinnvolle gepackt aus. Zwei Tage später herrscht das pure Chaos. Unterwegs wird entnommen und aufgefüllt, und irgendwann fragt man sich vor dem offenen Deckel, wie das alles ständig mehr werden und weniger reinpassen kann. Und wohin jetzt mit diesen drei Wurstpackungen?

Also trinkt man erstmal schnell ein Radler, um Platz zu schaffen.

Sicher, so kann man seinen Abend auch gestalten. Aber dann kommt man ja zu gar nix mehr.

Dabei ist die große Frage doch eher: MUSS das wirklich alles in die Kompressorkühlbox?

Kalt und kühl sind zwei verschiedene Dinge

Natürlich gibt es Dinge, bei denen man keine Kompromisse eingehen möchte: Fleisch, Milchprodukte oder andere empfindliche Lebensmittel gehören in die Kühlbox, Ende der Diskussion.

Daneben gibt es aber erstaunlich viele Dinge, die gar nicht „knallekalt“ sein müssen. Die Dose Radler für den Feierabend ist das klassische Beispiel. Auch Wasser, Obst oder Snacks müssen nicht bei sechs Grad gelagert werden. Es würde ja schon völlig reichen, wenn sie den Tag über nicht in der brennenden Hölle eines aufgeheizten Fahrzeugs verbringen.

Die Lösung: Eine Thermobox und ein bisschen „Kühlmanagement“

Die Erfahrung zeigt: Alles „tief unten“ in den Stauboxen, wenn möglich vielleicht unter den Schlafsäcken oder drin eingewickelt, hält erstaunlich lange eine angemessene Temperatur. Aber das ist auch nicht immer praktikabel.

Ich löse das Dilemma hin und wieder mittels einer simplen Isolierbox (z.B. von cooledsolutions – gibt’s auch in Eurobox-Format) als Ergänzung. Alles, was nicht in der Sonne kochen soll, steht nachts draußen und darf runterkühlen, morgens kommt es in die Thermobox, dazu zwei, drei Kühlakkus aus der Engel…und abends hat es immer noch eine absolut angenehme Temperatur.

Auch Elektronik mag keine Backofentemperaturen

Ein zweiter und heutzutage absolut wichtiger Punkt: Elektronik mag’s auch nicht so warm. Kameraausrüstung, Akkus und Powerbanks, die Drohne, Laptop oder Tablet…die alle müssen zwar nicht aktiv gekühlt werden, aber es hilft (und verlängert die Lebensdauer) ungemein, wenn sie nicht in der prallen Sonne liegen. Auch da hilft so eine Thermobox, das Equipment zu schützen.

Manchmal sind einfache Lösungen die besten

„Thermobox“ klingt nicht unbedingt „voll hart offroadmäßig“. Aber es funktioniert. Zuverlässig und vor allem günstig.

Übrigens…

…bin ich auf der Suche nach Bildern auch über diverse Diskussionen gestolpert, wie die Kühlbox denn nun adäquat im Auto befestigt wird. Auch hier hilft ein wenig entspannte Erfahrung enorm weiter: Das Ding muss keinen Sturz aus dem Flugzeug überleben…meine Spanngurte haben sich auf zigzehntausdend teilweise sehr harten offroad-Kilometern nie im Stich gelassen. Es kann manchmal so einfach sein.

Alternativ klemmt man das Ding halt so ein, dass eine Bewegung ohnehin unmöglich ist. 😁

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