Ist ein Auto Leasing für Privatpersonen sinnvoll?

Endlich ist das passende Automodell gefunden und auch über die Ausstattungsmerkmale ist man sich vollkommen im Klaren, doch leider ist damit erst die Hälfte des Weges absolviert. Denn im nächsten Schritt geht es darum, zu entscheiden, wie man das neue Auto eigentlich finanzieren möchte.

Da kommt dann schnell die Frage auf, ob das Leasing für Privatpersonen wirklich sinnvoll ist? Um diese Frage beantworten zu können, sollen im Folgenden die Vor- und Nachteile näher beleuchtet werden, die ein Leasing für Privatpersonen bereithält.

Leasing für Geschäftsleute ist gängiger Usus, aber für Privat?

Dass das Leasing für Geschäftsleute eine geniale Alternative darstellt, ist hinreichend bekannt. Darum wird das Geschäftswagenleasing auch so vielfältig genutzt. Was etwas weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass sich das Private Leasing aber ebenfalls einer wachsenden Beliebtheit erfreut, und das hat seine Gründe.

Immer Up to date bei der Modellwahl sein

Im Bekleidungssektor ist der Faktor, stets auf dem neuesten und vor allem auf dem modernsten Stand zu sein, überhaupt nicht mehr wegzudenken. Für viele Menschen ist es ein absolutes Muss, stets mit der neuesten Mode zu gehen. Doch auch im Autosektor kann dieser Faktor von extremer Relevanz sein.

Wer sich für das Leasing eines privaten Fahrzeuges entscheidet, darf sich immer über einen Neuwagen freuen, der natürlich auch entsprechend mit der modernsten Technik ausgestattet ist. Für gewöhnlich bindet man sich mit einem Leasingvertrag nur über einen vergleichsweisen kurzen Zeitraum an das Fahrzeug.

 Das hat zur Folge, dass, sobald der Vertrag ausgelaufen ist, man bereits das nächste Fahrzeug leasen kann. Dieses ist dann entsprechend wieder das neueste Modell und aller Voraussicht nach mit einer noch moderneren Technik ausgestattet. Diese Vielfalt zu genießen, ist im Grunde nur im Bereich des Leasings möglich.

Ein Auto finanzieren ohne Anzahlung

Die Tatsache, dass man beim Leasing in der Regel keine Anzahlung zu leisten hat, ist ein weiterer wichtiger Faktor, warum sich immer mehr Privatpersonen für diese Variante der Autofinanzierung entscheiden. Klar ist damit, dass man hier nicht über echtes Eigenkapital verfügen muss, um in den Genuss eines neuen Fahrzeuges zu kommen.

Es ist allerdings möglich, eine Anzahlung zu leisten, denn dadurch reduzieren sich die monatlichen Leasingraten. Allerdings kann es in einigen Fällen aus bonitätsbedingten Gründen dazu kommen, dass der Leasinggeber eine Anzahlung verlangt.

Flexibel bleiben dank wählbarer Laufzeiten

Im Regelfall nutzen die meisten Leasingnehmer Vertragslaufzeiten zwischen 3 und 4 Jahren. Aber es ist genauso möglich, sich auch nur für eine Laufzeit von 12 Monaten zu entscheiden. Doch wer es länger mag, der kann das Auto sogar bis zu 60 Monaten leasen.

Hier entscheiden einzig und allein die persönlichen Bedürfnisse und Gegebenheiten. Wer sich für längere Laufzeiten entscheidet, darf sich dann entsprechend aber auch über geringere Leasingraten freuen, hat aber nicht mehr den Vorteil des immer neuesten Modells.

Finanzielle Planbarkeit

Leasing bedeutet auch gleichzeitig, ganz genau zu wissen, welche monatlichen Kosten für das Auto zu tragen sind. Hier ist die Leasingrate wohl am besten mit einer Mietzahlung zu vergleichen. Diese Rate bleibt über die gesamte Laufzeit konstant und man hat einen besseren und vor allem genauen Planungsraum für seine übrigen Finanzen.

Aufgrund dessen bietet das Leasing Sicherheit, denn man weiß letztlich ganz genau, wie hoch der monatliche finanzielle Aufwand für den Wagen ist. Das sorgt ganz klar für einen Liquiditätserhalt. Hinzu kommt, dass die Leasingrate zudem häufig günstiger ausfällt, als das im Falle der Finanzierung eines Neuwagens der Fall ist.

Reparaturkosten? Nein danke!

In selten Fällen kann es sicherlich auch beim Leasing schon einmal zu anfallenden Reparaturkosten kommen, doch im Grunde ist damit eher weniger zu rechnen. Zum einen benutzt man ein Leasingfahrzeug lediglich für einen kurzen Zeitraum. So kommt es in der Regel gar nicht zu den üblichen Verschleißerscheinungen. Hinzu kommt, dass die Laufzeit für gewöhnlich auch gleichzeitig der Zeit der Herstellergarantie entspricht.

Das bedeutet, sollte es Widererwartens doch zu einem Verschleiß kommen, kommen dennoch keine Reparaturkosten auf den Leasingnehmer zu, da die Kosten in diesem Fall vom Hersteller selber übernommen werden. Außerdem ist es möglich, bei vielen Leasingangeboten ein Wartungs- und Verschleißpaket hinzu zu buchen. In diesem Fall entstehen überhaupt keine zusätzlichen Kosten.

Fahren und genießen – und alles ohne Risiko

Als stolzer Autobesitzer sieht man sich heutzutage mit einer ganzen Reihe unvorhersehbarer Risiken konfrontiert. Gemeint sind hier die leidlichen Themen wie das Diesel-Fahrverbot, nicht zu vergessen der Abgas-Skandal und die gesamte Umweltdebatte.

Welchen Wert aufgrund dieser ganzen Unwegsamkeiten ein Fahrzeug in einigen Jahren haben wird, ist deshalb sehr schwer vorherzusagen. Das Schöne beim Leasing ist aber, dass dieses Problem ausschließlich den Leasinggeber betrifft, er trägt bezüglich des Wertverlustes das alleinige Risiko.

Das Auto einfach zurückgeben und fertig

Jeder Anschaffung eines neuen Autos geht in der Regel der Verkauf des alten Wagens voraus. Das kann manchmal sehr nervtötend sein. Wer sich hingegen für Leasing entscheidet, der ist dieser Sorge vollkommen enthoben, denn sobald der Vertrag ausgelaufen ist, wird der Wagen einfach zurückgegeben und, falls gewünscht, zur gleichen Zeit das neue Modell gleich wieder mitgenommen. Fahrzeugwechsel ohne jeden Stress also.

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