Testbericht: Wallbox 11 kW von dé

Vor ein paar Wochen hatte ich die mobile 11 kW Ladestation von dé getestet, jetzt habe ich als Ergänzung die feste Wallbox installiert und durchprobiert. Der grundsätzliche Unterschied ist ja offensichtlich: Die mobile Ladestation hole ich aus dem Regal (oder dem Kofferraum) und stecke sie in eine freie Drehstrom-Steckdose, die fest installierte Wallbox ist…nun ja, eben fest installiert. Sie hängt dekorativ an der Wand, ist immer bereit und erreichbar und deshalb auch bequemer einzusetzen.

Technik und Grundkonzept

Die Wallbox (https://depow.de/products/de-wallbox-11kw) arbeitet dreiphasig (3 × 16 A) mit bis zu 11 kW Ladeleistung und ist für den festen Anschluss an das Hausnetz ausgelegt. Geladen wird über einen Typ-2-Anschluss, kompatibel mit praktisch allen europäischen Elektrofahrzeugen. Die Stromstärke lässt sich (wie bei der mobilen Version) im mehreren Stufen von 6 bis 16 Ampere einstellen, sodass die Ladeleistung an Netz, Installation oder Bedarf angepasst werden kann.

Das Gehäuse ist für den Innen- und Außeneinsatz ausgelegt, die Wallbox arbeitet laut Hersteller in einem breiten Temperaturbereich und ist gegen typische Einflüsse wie Spritzwasser und Staub geschützt. Installiert wurde sie außen, ohne Dach oder sonstigen Schutz. Dafür ist sie schließlich da.

Bedienung und App

Die Wallbox lässt sich direkt am Gerät bedienen, bietet darüber hinaus aber auch eine App-Anbindung auf Basis der bekannten Smart-Life-Plattform. In der App werden die üblichen Basisfunktionen bereitgestellt:

  • Anzeige von Ladeleistung, Strom, Spannung
  • Ladehistorie und Verbrauch
  • Zeitsteuerung
  • Einstellung der Stromstärke

Das funktioniert grundsätzlich, auch wenn die Verbindung nicht immer sofort stabil ist. Die Einrichtung kann etwas Geduld erfordern, und auch die Automationen arbeiten nicht immer so zuverlässig, wie man es von etablierten Smart-Wallboxen kennt.

WICHTIG: Die Wallbox funktioniert auch ohne die App problemlos, sie ist also eher nützlicher Bonus als zentrales Element. Passt mir gut ins Konzept, ich muss nicht auch bei diesem Vorgang noch aufs Handy starren. Einstecken, fertig. So möchte ich das haben.

Auch wichtig: Smarte Steuerungen kann man von diesem Gerät nicht erwarten. Wer also im Zusammenspiel mit PV und Batteriespeicher den Eigenverbrauch optimieren möchte, kann das nicht automatisch regeln, sondern muss „dran denken“, bei Sonne zu laden. 😉

Ladeverhalten in der Praxis

Im Betrieb liefert die Wallbox exakt das, was man erwartet und was sie verspricht. Der Ladevorgang startet sauber, die Leistung baut sich kontrolliert auf und bleibt stabil. Das Verhalten entspricht exakt der getesteten mobilen Version.

Schutz und Sicherheit

Die Wallbox verfügt über die üblichen Schutzmechanismen gegen Überstrom, Über- und Unterspannung sowie Überhitzung. Auch eine Fehlerstromüberwachung gehört zum Konzept. Damit bewegt sich das Gerät technisch auf dem Niveau, das man in dieser Leistungsklasse erwartet. Auffälligkeiten im Betrieb ergeben sich daraus nicht, entscheidend bleibt die fachgerechte Installation.

Rechtlicher Rahmen

Auch hier gilt: Ladeeinrichtungen über 3,7 kW sind in Deutschland anmeldepflichtig. Eine 11-kW-Wallbox fällt damit klar unter diese Regelung. In der Praxis bedeutet das eine Anmeldung beim Netzbetreiber, eine Genehmigung ist in dieser Leistungsklasse in der Regel nicht erforderlich.

 

Fazit: Das Gerät funktioniert so, wie ich es erwarte. Die App ist für mich ohnehin nur Spielerei. Wer die App jedoch gerne nutzen würde, könnte etwas ernüchtert werden. Insgesamt gilt: Die dé Wallbox ist keine hochintegrierte Smart-Ladelösung und will es auch nicht sein. Sie ist eine funktionale, klar aufgebaute Ladeinfrastruktur für den Alltag mit App-Anbindung als Ergänzung.

Weitere grundsätzliche Informationen finden sich im Testbericht der mobilen Version >>

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