Land Cruiser FJ40 Hot Rod

2017-09-22 FJ40 Hot Rod 01

Da stimmt doch irgendwas nicht…was soll denn das sein? Ein Land Cruiser 40, klar, aber was bitte haben sie damit gemacht? Breit schaut er aus, ungewohnt breit. Nein, halt…nicht breit, tief ist er! Tief und geduckt lauert er direkt über der Straße, wie eine Spinne kurz vor dem Zuschlagen. Und flach ist er auch noch: Das Dach wurde „gechoppt“.

Ein Land Cruiser 40 Hot Rod. Dieses Bild geistert seit Monaten immer wieder durch die Sozialen Medien, und vermutlich hat es für einige Herzinfarkte vor den Bildschirmen gesorgt. Zumindest für offene Münder, ungläubiges Staunen und sicher auch für den einen oder anderen Wutanfall. „Seid Ihr IRRE??“, fragen die einen. „Wie geil ist das denn bitte?!?“ die anderen. Die Meinungen sind geteilt: Man mag es oder man verachtet es, zwischendrin gibt es wohl nichts.

Und damit haben sie ihr Ziel erreicht, die Schrauber von „Allers Rod & Customs“ nördlich von Johannesburg. 1.200 Stunden steckten sie in den Umbau eines 1976er Land Cruiser FJ40, und sie haben wirklich kein Detail ausgelassen: Die vordere Aufhängung wurde komplett neu gefertigt, die vorderen Bremsen haben je vier Kolben, die hinteren einen. Räder und Hinterachsdifferential kommen von einem Land Rover Discovery. Die Maschine als Herzstück ist eines Hot Rods wahrlich würdig: Der 1UZ ist ein 4-Liter V8 Leichtmetall-Dampfhammer, der u.a. im Lexus LS eingesetzt wurde und den Rod mit seinen 300 PS über eine 5-Gang-Automatik gnadenlos vorantreibt. Innen befindet sich unter anderem ein Käfig, Sitze aus dem Jeep Wrangler und eine ganze Menge handgemachter Gimmicks…und was an der Karosserie alles geändert wurde, davon lässt schon ein kurzer Blick eine Ahnung entstehen.

Den Puristen, die nun kurz vor dem Kollaps stehen, sei gesagt: Wenigstens die Farbe ist original.

Aber warum das ganze? Weil sie es können. Die Jungs von Allers wollten etwas „Hausgemachtes“ schaffen, das die südafrikanische Hot Rod-Szene repräsentiert. Und da lag ein Toyota Land Cruiser nahe, ist er doch (wie in vielen Gegenden der Welt) Teil der südafrikanischen Automobilkultur.

Die Fotos stammen vom Südafrikaner Chris Wall, der nicht nur gerne schreibt und ein absoluter „Gear Head“ ist, sondern auch wirklich ein Händchen fürs Fotografieren hat (>> Chris Wall auf Facebook).

Ob man das Ergebnis mag oder nicht, man muss definitiv die Leistung anerkennen…aus diesem FJ40 wurde etwas ganz besonderes geschaffen. Weit weg von der Originalität, natürlich, aber einzigartig, außergewöhnlich und hochemotional. Und sollten Autos nicht genau so sein?

 

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