Reinigung der Einspritzdüsen am 3B

Text und Fotos: Forumsmitglied „landcruiser“

Nach einigen Tausen Litern, einigen Jahren und etlichen Kilometern mit PÖL sollten die Einspritzdüsen vom BJ42 mal raus, um sie zu „begutachten“.

Nicht aufgrund akuter Probleme, sondern mal so sicherheitshalber.

So sehen sie aus:

Keine Tannenbäume, keine überaus starken Verkrustungen.
Eher ein normales Bild, fast wie vom Diesel gewohnt.

Das Spritzbild war nicht mehr 100%ig, aber noch erträglich.
Düsenöffnungsdruck lag einheitlich bei 105 bar, also etwas unter dem Sollwert von 115-125 bar.
Die Stärke der shims liegt bei 1,7 mm.

Kein Grund etwas zu verändern.

Die Düsen wurden komplett demontiert und im Ultraschallbad gereinigt.
Anschließend wurden noch die Düsennadeln mit einem Holz vorsichtig gereinigt und die gröbste Verkrustung um das Düsenloch vorsichtig entfernt.

So sehen sie dann gereinigt, fertig zur Montage aus (das Bild ist leider nicht richtig scharf, da muss ich noch etwas üben…

Die Teile werden unmittelbar vor dem Zusammenbau in Diesel gespült (mit schön dieseligen Fingern) und gleich montiert.

Die Flammscheiben hab ich nicht rausgepuhlt. (Beim Düsentausch sollten die Flammscheiben erneuert werden.) Die Distanzscheiben wurden gereinigt und für die jeweils gleichen Düsen wieder verwendet.

Anschließendes Abdrücken ergab einen unveränderten DÖD von 105 bar und ein etwas verbessertes Spritzbild.

Hier ist die erste Düse schon wieder eingeschraubt:

Wie man sieht, hab ich den Ansaugteil mit einem Stück Putzlappen verstopft. Beruht auf einer unangenehmen Erfahrung mit einer Schraube in einem Vergaser 🙂

Bei Demontieren und Montieren der Düsenstöcke darauf achten, dass die Leckölleitungen nicht beschädigt werden. Insbesondere, wenn die Muttern schön fest sitzen.

Ich habe die Düsenstöcke und Anschlußteile zwei Tage vor der Demontage mit Kriechöl eingesprüht, in der Hoffnung, sie lassen sich dann etwas leichter lösen.

Bei der anschließenden Fahrt hatte ich den Eindruck daß er etwas ruhiger läuft und besser am Gas hängt. Auf jeden Fall kam ich mit 850 kg am Haken die langen Steigungen auf der BAB jetzt etwas lockerer hoch.

Es hat sich also gelohnt.

Nun werde ich sehen, ob ich einen günstigen Satz neue Düsen bekomme und der wird dann mit etwas höherem DÖD verbaut.

Wenns klappt wird dann auch ein früherer Förderbeginn eingestellt, um die Anpassung auf PÖL zu optimieren.

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