Der neue Prado: Ein Blick in die Glaskugel

Nachdem vor ein paar Wochen nun (endlich) der neue Station Wagon seine Premiere hatte, darf man den Fokus auch mal in Richtung des leichteren Cousins richten und sich fragen: Wann kommt der Nachfolger? Der Station Wagon Land Cruiser 200 lief ganze 14 Jahre, der Prado 150 hat immerhin auch schon 12 Jahre auf dem Buckel. Und so durchkonstruiert der 150er auch ist, ein Modellwechsel ist nach Toyota-Maßstäben auch hier längst überfällig.

Fassen wir mal kurz zusammen, was an Gerüchten unterwegs ist. Das ist, wie immer, ein sehr erwartbarer Blick in die Glaskugel, der in seiner vorhersehbaren Beliebigkeit fast schon astrologische Züge trägt: Es wird viel geredet, nichts gesagt, und alles davon wird irgendwie stimmen. “Kernig aussehen” wird er, heißt es, “mehr Leistung” und “verbesserte Geländeeigenschaften” wird er besitzen und natürlich “mehr Technik” in sich tragen. Er wird, logisch, optisch vor allem an den Hauptmärkten Australien, Russland und dem Mittleren Osten ausgerichtet sein. Und es wird eine Hybridversion geben, schätzungsweise auf Basis der 2,5 Liter-Version, die auch im RAV4 und anderen Modellen klaglos ihren Dienst tut.

So weit, so erwartbar. Das dichte ich mir in zwei Minuten zusammen, wenn ich spontan gefragt werde. Und damit liegt man auch immer richtig.

Gehen wir weiter ins Detail…aber Vorsicht, auch das ist völlig frei zusammengesponnen und basiert vermutlich eher nicht auf “durchgesickerten Informationen”: Er soll eine höhere Anhängelast erhalten. Und um das alles bewerkstelligen zu können, soll aus dem aktuellen 2,8 Liter-Motor 1GD-FTV ein Twin-Turbo werden, der mit einer 8-Stufen-Automatik zusammenarbeitet. Und, klaro, er soll auch einen deutlichen Schritt weiter Richtung semi-autonomer Fahrassistenzsysteme gehen. Selbstverständlich geht man auch von einer parallel angebotenen GR Sport-Variante aus, die auch die gleiche Maschine wie im starken Cousin “300 GR Sport” beherbergen soll.

Das alles ist gähnend langweilig, da völlig ohne Substanz zusammengedichtet…und dennoch kann man sich relativ sicher sein, dass es ungefähr in diese Richtung gehen wird.

Als relativ sicher kann man annehmen, dass der neue Prado wie seine Verwandten Land Cruiser 300, Hilux und Tundra ebenfalls auf der skalierbaren Plattform TNGA-F steht, er wird also ganz sicher auch einen Rahmen unterm Kleid tragen. Auch der neue bleibt ein Land Cruiser mit Leiterrahmen, Starrachse hinten und Untersetzung, dafür muss man die Glaskugel nicht extra polieren.

Die derzeit einzig spannende Frage ist allerdings: WANN wird der Prado endlich kommen?

Bereits im März wurde kolportiert, dass es frühestens 2024 wird, und dass der aktuelle Land Cruiser 150 vorher noch ein deutliches Facelift bekommt. “2024” heißt für mich aber “2024er Modelljahr”, was außerhalb unserer kleinen europäisch-korrekten Blase eine “Produktion 2023” bedeutet. Und dann ergibt der Satz “mindestens noch zwei Jahre” auch Sinn: Ich halte einen Launch im Sommer 2023 für relativ realistisch.

Unterdessen hat sich die russicher Website mail.auto.ru mal Gedanken gemacht, wie er ausschauen könnte…und ganz ehrlich: Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mit diesem Rendering (obwohl zugegebenermaßen recht gefällig) recht weit daneben liegen:

 

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