BJ4x: Überholung des Lenkgetriebes

Text und Fotos: Ulli & Carsten Ashauer

Hier dokumentieren wir die Überholung des Lenkgetriebes an unserem BJ. Diese Beschreibung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dokumentiert lediglich, wie wir es gemacht haben.

Auf geht´s !

Zunächst haben wir nach dem Ausbau des Lenkgetriebes den Lenkarm abgezogen. Da dieser sich auch mit einem richtig dicken Abzieher nicht lösen ließ, wurde kurzerhand der Brenner bemüht. Man entfernt den Lenkarm ja im Allgemeinen ja auch nur, um den Simmerring zu wechseln; da ist es egal, ob man nur einen verrotteten oder einen verbrannten verrotteten auswechselt.

Hier das Resultat. Zugegebenermaßen hatte Carsten das Gehäuse bearbeitet.

Die Rückseite des Gehäuses. Beim Öffnen möglichst die Einschraubtiefe der gekonterten Verstellschraube messen.

Die Welle Richtung Lenkrad wird gelöst und herausgezogen.

danach die Welle Richtung Lenkarm.

Aufpassen  !

Sie lässt sich nur in dieser Position herausziehen.

Hier die Ursache des Ölverlustes. Der Simmerring war nur noch in Fragmenten vorhanden.

Das komplette Lenkgetriebe mit Lenkarm. Es ist erstaunlich, dass das Lenkgetriebe trotz „ Null Öl „ in einem super Zustand war. Selbst die Kugellager in Vertikalrichtung brauchen nicht gewechselt zu werden

Als nächstes haben wir uns den Lenkarm vorgenommen.

Zunächst den Sicherungssplint entfernen. Der ist normalerweise gut geschmiert ist von dem ausgetretenen Öl aus dem Lenkgetriebe.

Die dahinterliegende Schraube lösen..

Feder und Druckplatte rausholen..

Den Kugelarm durch hochziehen herausnehmen..

…dann die beiden Lagerschalen der Kugel herausholen.

Hier der komplett zerlegte Lenkarm.

Nach  Säuberung und Anstrich geht nun  alles rückwärts. Die untere Lagerschale genau in dieser Position einbauen (natürlich muß alles vorher gut eingefettet sein).

Lenkarm einstecken. Die obere Lagerschale wird spiegelverkehrt verbaut. Danach Feder und Druckplatte „einführen“.

Lenkarm zuschrauben und mit Splint sichern. Der Splint muß durch den Schlitz der Schraube geführt sein.

Kurzes Statement:
Der Lenkarm ist eigentlich prähistorischen Ursprungs. Kein Simmerring, Keine Staubkappe, lediglich ein mehr oder weniger hartes Gummi. Ich werde hier öfter als sonst mit der Fettpresse anrücken.

Der Simmerring vom Lenkgehäuse wird entfernt..

..der neue eingesetzt. Natürlich vorher eingefettet.

und nachher.

in dieser Position wird das untere Lager wieder eingesetzt.

Querwelle vorsichtig über den Simmerring schieben !

Mit der Arretierschraube gegebenenfalls die Welle zentrieren.

Längswelle einführen.

Jetzt eine wichtige Sache:
Sowohl auf der Querwelle als auf dem Lenkarm sind  Schlitze eingearbeitet, die man je nach Materialzustand erst auf den zweiten Blick findet. Wir haben sie hier mal mit Farbe nachgezeichnet.
Diese müssen beim Zusammenbau genau fluchten. Den Lenkarm setzen wir mit Kupferpaste ein.

Fertig

Nach so vielen Fotos gönnen wir Euch erst einmal Ruhe.

Viel Spass beim „Nachbauen“,
Ulli & Carsten

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