Galerie: Besuch im Porsche-Museum Stuttgart

Schon lange hatte ich das Porsche-Museum in Stuttgart auf dem Plan, am vergangenen Wochenende habe ich es endlich besucht. Anbei ein kurzes Fazit und ein paar Schnappschüsse.

Alles in allem muss ich gestehen, dass ich ein wenig mehr erwartet hatte. Sicher, das Mercedes-Museum in der Nachbarschaft verwöhnt einen natürlich schon durch die schiere Größe und die Menge der Exponate, und dieser Anspruch ist von anderen Herstellern kaum zu erfüllen. Abgesehen davon hat Mercedes aber auch ein klares und schön strukturiertes museales Konzept, das wirklich Spaß macht. Aber auch Porsche ist eine Premium-Marke, die sich nach außen perfekt präsentiert. Der Markenauftritt ist ohne Frage hervorragend, das Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne ausgewogen und die Kommunikation lückenlos.

Diese Erwartungen im Hinterkopf fuhr ich also nach Stuttgart. Das Museum an sich ist gut aufgebaut: Die Architektur ist aufregend und frisch, die Größe der Präsentationsfläche (ausreichend für 80 Fahrzeuge plus andere Exponate) absolut adäquat, der Eingangsbereich freundlich, das Personal zuvorkommend und aufmerksam, das Café einwandfrei und so weiter, und so fort…daran gibt es absolut nichts zu meckern, das werden nur ganz, ganz wenige Museumsbetreiber nachmachen können.

Aber es kommt ja schließlich vor allem auf die Ausstellung an. Und die hat mich einfach nicht so ganz „gepackt“.

Das Museumskonzept teilt die Präsentation nach charakteristischen Eigenschaften „schnell“, „leicht“, „clever“, „stark“, „intensiv“ und „konsequent“ auf. Allerdings kommt das nicht ganz so prägend rüber, wie man sich das vorstellt. Wer diese Aufteilung nicht bewusst nachzuvollziehen versucht, läuft halt eben nur an Exponaten vorbei und wird auch unterwegs nicht mehr wirklich von diesem Konzept eingefangen.

Die Informationen an den Ausstellungsstücken sind etwas dürftig, was vor allem an den „modernen Zeiten“ liegt: Der Audioguide erzählt sicher vieles ausführlich, aber ich persönlich möchte nicht die ganze Zeit den Knopf im Ohr haben. Also muss ich eben auf weitere Infos verzichten – und das ist schade.

Die Ausstellungsstücke wechseln natürlich regelmäßig, hinzu kommen Sonderschauen. Jetzt im Moment (und nur noch bis 11. Januar) läuft die Sonderausstellung „Projekt Geheim“ mit 16 Exponaten, die fast alle bisher noch nirgendwo öffentlich zu sehen waren, darunter u.a. das viertürige Projektfahrzeug 989 aus den 90ern und ein Panamera-Erlkönig. Allerdings sind auch hier recht wenig Beschreibungen vorhanden, was den Audio-Guide-befreiten Besucher etwas ratlos zurücklässt.

Was mir insgesamt fehlte, ist also ein wenig „Fleisch“: Knackig-knappe Infos, Anekdoten, Besonderheiten und ähnliches…das habe ich ein wenig vermisst. Aber das ist natürlich ein subjektiver Eindruck, der die Leistung des Museums an sich nicht schmälern sollte. Das Porsche-Museum ist einen Besuch wert!

http://www.porsche.com/museum/de/

Öffnungszeiten und Preise:
http://www.porsche.com/museum/de/oeffnungszeitenundpreise/

 

Diskussion: http://forum.buschtaxi.org/porsche-museum-ein-paar-schnappschusse-t49367.html

 

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